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Stadthistorisches Museum Mainz: Newsletter 10/2026

Liebe Freundinnen und Freunde des Stadthistorischen Museums Mainz,

heute stellen wir das aktuelle Objekt des Monats vor und verweisen auf eine kommende Veranstaltung und die monatliche Sütterlin-Sprechstunde. 


Objekt des Monats Oktober - November
Pumpen von P. Hilge

Ausgestellt ist die Weinkreiselpumpe „Maxima“ mit Vor- und Rückwärtsgang und einer Leistung von 4.000 Litern pro Stunde. Sie wurde 1954 von der Mainzer Pumpenfabrik Philipp Hilge hergestellt und für 750 DM an Winzer und Kellereien verkauft. Dieses Exemplar ist eine Schenkung des ehemaligen Deutschen Pumpenmuseums in Bodenheim.
In der Nähe unseres Museumsempfangs finden Sie zwei weitere, größere Weinpumpen, die Rheinische Circularpumpe (1865), noch mit Holzteilen gebaut, sowie eine oszillierende Saug- und Druckpumpe von 1894. Darüber hinaus steht vor unserer „Arbeiterküche“ eine Bier-Druckreglerpumpe mit Elektromotor aus dem Jahr 1910. Auch diese drei Pumpen stammen von der Fabrik P. Hilge.

Peter Jakob Hilge (1832-1891) gründete 1862 in der Strickerstraße 4 in Mainz eine Messinggießerei, die mit drei Drehbänken mit Fußantrieb arbeitete. Im Jahr 1865 erfand Peter Hilge in seiner „Mechanischen Werkstatt für Pumpen und Gießerei“, die Rheinische Circularpumpe. Mit der Erfindung dieser kurbelbetriebenen Pumpe nur drei Jahre nach Eröffnung seiner Werkstatt gelang ihm eine bahnbrechende Entwicklung. Bereits im 15. Jahrhundert konnte man zwar Wein mithilfe eines Blasebalges umfüllen, doch seine neue Pumpe konnte erstmals vor- und rückwärts pumpen. Von diesem Modell fertigte Hilge in den nächsten Jahrzehnten fast 4.000 Stück an. Sie wurde für 65 rheinische Gulden verkauft und vor allem von Winzern und Weinkellereien genutzt. Diese Kundengruppe war im Zentrum des rheinhessischen Weinbaugebiets, das ca. 8.000 Hektar Rebfläche umfasste, durchaus attraktiv und die Weinbauflächen vergrößerten sich bis vor dem Ersten Weltkrieg um rund 60%.

Im Jahr 1875 baute Peter Hilge den ersten Bierdruckregler mit einer Leistung von 20 Hektolitern pro Stunde. Später wurde das Gerät mit Rädern versehen. Durch dieses Produkt erweiterte Hilge seinen Abnehmerkreis um die zahlungskräftige Brauindustrie.


Dienstag, 20. Oktober 2026, 18.30 Uhr 
Briefe einer jüdischen Freundschaft - Szenische Lesung mit Sabine Körner-Bourne
Veranstaltung im Rahmen der SchUM-Kulturtage 

Im Nachlass ihrer Großmutter entdeckte Sabine Körner-Bourne Briefe einer jungen Jüdin aus Elsass-Lothringen. Suzanne wurde 1944 in Auschwitz ermordet. 80 Jahre später traf Sabine in Straßburg Suzannes überlebenden Sohn Pierre und übergab ihm Briefe und Fotos seiner Mutter, die er noch nie gesehen hatte.

Musikalische Begleitung durch Manolo Lohnes

Um Anmeldung unter leitung@stadtmuseum-mainz.de wird gebeten.

Ort: Stadthistorisches Museum Mainz, Zitadelle Bau D
Eintritt: 4 €, ermäßigt 2 € 

Das vollständige Programm der SchUM-Kulturtage finden Sie hier.


1927-03-10 Suzanne S1, Privatbesitz


1936 Suzanne und Pierre, Privatbesitz

 


Sütterlinübertragung und Familienforschung

Die Sprechstunde zur Sütterlinübertragung und Familienforschung im Monat Oktober findet am Freitag, 16. Oktober, zu den Öffnungszeiten des Museums (14 -17 Uhr) statt. 

Ort: Stadthistorisches Museum Mainz, Zitadelle Bau D
Eintritt: 4 €, ermäßigt 2 €   


Mit besten Grüßen und bleiben Sie gesund

Für das Museumsteam

Bernd Gudat       

Bitte folgen Sie uns!

 

 

Impressum:
Stadthistorisches Museum Mainz
Zitadelle, Bau D
55131 Mainz
leitung@stadtmuseum-mainz.de - Tel: (0176) 21 98 59 39


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